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Glühwein: Rezept & Infos rund um das Wintergetränk

08.12.2020
von Anastasia Hartleib
Glühwein-Rezept & Infos

Glühwein - Ein Getränk mit langer Tradition

Wie kein anderes Getränk steht der Glühwein für die weihnachtliche Vorfreude in der Adventszeit. Wo Menschen in der kalten Jahreszeit näher zusammenrücken und die Besinnlichkeit zwischen Kerzenlicht und Glockenspiel suchen, sorgt der Geschmack der süßlich-würzigen Flüssigkeit für heimeliges Wohlbehagen. Und das übrigens schon seit der Antike: Ein Glühwein Rezept für die Urform des Glühweins, „Conditum Paradoxum“ genannt, findet sich bereits in einem römischen Kochbuch von vor gut 2000 Jahren. Damals soll der Wein aber vor allem mit Gewürzen versetzt worden sein, um die Haltbarkeit zu verbessern – und den säurehaltigen Geschmack zu verdecken.

Was gehört eigentlich in den Glühwein?

Heute erhält der Glühwein durch Gewürze wie Zimt, Nelken, Sternanis oder Kardamom und die Beigabe von Zitrusfrüchten wie Orangen oder Zitronen und Zucker sein typisches, adventliches Aroma. Das perfekte Mischverhältnis hängt vor allem vom persönlichen Gusto ab – und natürlich der verwendeten Rebsorte.

Während hierzulande klassischerweise Rotwein für die Glühweinherstellung verwendet wird, ist in Norditalien die weiße Variante deutlich beliebter. Seit einigen Jahren bieten auch hiesige Weihnachtsmärkte und Weingüter vermehrt weißen Glühwein an. In der Main-Spessart-Region, in der der Apfelwein seine Heimat hat, wird auch dieser in der Weihnachtszeit gerne als Glühwein angeboten. Streng genommen darf der heiße Apfelwein allerdings nicht als Glühwein bezeichnet werden, da dieser rechtlich nur als weinähnliches Erzeugnis gilt und somit nichts im Glühwein zu suchen hat. Ja, auch das ist streng geregelt: Laut der EU-Verordnung für Weinerzeugnisse besteht ein Glühwein ausschließlich aus Rot- oder Weißwein, ist hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken gewürzt und muss mindestens 7% vol. enthalten.


Weißer Glühwein
Weißer Glühwein liegt immer mehr im Trend


Der ideale Alkoholgehalt für Glühwein liegt laut Sommeliers und Weinexperten bei rund 11% vol. Weine mit höherem Alkoholgehalt weisen in der Regel einen höheren Tannin-Anteil auf – Gerbstoffe, die für einen bitteren Geschmack im Abgang sorgen und eher weniger mit der Süße des Glühweins harmonieren. Daher eignen sich auch im Barrique gereifte Weine nur bedingt für die Herstellung von Glühwein.

Pro-Tipp: Die optimale Genuss-Temperatur für Glühwein liegt zwischen 60-70°C. Am besten bei mittlerer Hitze erwärmen und bei schwacher Hitze noch rund zehn Minuten ziehen lassen.
In jedem Fall gibt es drei gute Gründe, den Glühwein nicht über 78°C zu erhitzen: ab hier verflüchtigt sich der Alkohol, die Gewürze verlieren ihre Aromen und es entsteht ein Zuckerabbauprodukt, das krebserregend sein kann.

Die passenden Rebsorten

Für klassischen roten Glühwein können DIY-Fans getrost auf Dornfelder, Portugieser, Spätburgunder oder Regent zurückgreifen. Auch die traditionelle Rebsorte der italienischen Abruzzen, Montepulciano (z.B. vom Weingut Ettore Galasso) oder der spanische Tempranillo (u.a. im 2018er Chavalote der Bodegas Nodus) eignet sich gut. Für die weiße Variante nehmen Glühweinfans am besten einen Chardonnay, Riesling, Silvaner oder Müller-Thurgau. Besonders aromatische Noten erreicht der Glühwein übrigens mit Bukett-Sorten wie der Scheurebe oder Bacchus. Hier sei Feinschmeckern beispielsweise Franz Weißwein empfohlen, der eine fruchtige Geschmacksexplosion aus Scheurebe und Riesling bietet.


Weinreben
Nicht alle Rebsorten eignen sich für die Herstellung von Glühwein


Glühwein Rezept

Um Glühwein selbst zuzubereiten, braucht es wie bereits beschrieben nur wenige Zutaten. Hier haben wir ein klassisches Glühwein Rezept für dich, das du nach Belieben auch mit weiteren Gewürzen wie Kardamom, Ingwer, Vanille o.ä. erweitern kannst:

Zutaten:
1 Flasche Rotwein
1 Orange, am besten in Bio-Qualität
2-3 Zimtstangen
4-5 Gewürznelken
3-4 Sternanis
3-4 TL Kandiszucker (je nach gewünschter Süße variierbar)

Zubereitung:
Orange waschen und in breitere Scheiben schneiden. Glühwein in einen Topf geben, Orangenscheiben und die restlichen Zutaten dazutun. Bei schwacher bis mittlerer Hitze erwärmen bis es dampft (nicht kochen!) und noch ca. zehn Minuten ziehen lassen. In Tassen oder Gläser abfüllen und fertig ist der selbstgemachte Glühwein!


Wer nicht erst selbst das perfekte Mischungsverhältnis von Wein, Zucker und Gewürzen finden möchte, sondern auf das Know-How der Spezialist*innen vertraut, kann auch auf fertig zubereitete Glühweine zurückgreifen. Hochwertige Glühweine bekommst du zum Beispiel bei Monsieur Sauer oder beim Schorlefranz. Vorsicht ist vor allem bei massenweise industriell gefertigtem Glühwein geboten: Hier werden oft billige, weil qualitativ minderwertige Weine verwendet und mit Aromastoffen versetzt. Das schlägt sich nicht nur im Geschmack nieder, sondern auch im Kopfschmerz am nächsten Tag. Besser: Auf Winzerglühweine setzen. Die sind nicht nur gesichert aus eigenem Anbau und eigener Produktion, sondern in der Regel auch ein intensiveres Geschmackserlebnis.

 

Über den Autor:

Anastasia Hartleib

Anastasia Hartleib

Werkstudentin

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Für mich geht nichts über das Entdecken kleiner Manufakturen. Ob das der Micro Craft Brauer aus Bayern oder die sächsiche Brennerei ist, die es bereits seit Jahrzehnten gibt - hauptsache klein, regional verwurzelt und mit Sinn für's Handwerk!

  • Liebt: frische Luft, ihren Hund & Vinyl
  • Lieblingsgetränke: wechseln mit so ziemlich jedem Glas...
  • Empfehlung des Monats: Alkoholfreie Biere aus dem Brauhaus Nittenau

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