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Spirituosen Ratgeber

Sie beflügeln den Geist, wärmen die Seele und kitzeln die Geschmacksknospen: Spirituosen sind eine der wunderbarsten Genuss-Erfindungen der Menschheit. Dabei hat es durchaus ein paar Jahrhunderte gedauert, bis es einem findigen Magister gelang, das Geheimnis der Destillation zu entschlüsseln. Überhaupt ist die Geschichte der Spirituosen gespickt mit bahnbrechenden Entdeckungen, eigensinnigen, politischen Entscheidungen und für die jeweilige Zeit typischen Anekdoten.

In unserem großen Honest & Rare-Ratgeber Spirituosen findet ihr alles Wissenswerte zum Thema: Vom Beginn der Spirituosen-Herstellung über eine Klassifizierung der aktuellen Sorten bis hin zu praktischen Tipps für Aufbewahrung und Lagerung. Eingebaut haben wir auch ein paar Fun-Facts, die ein Schmunzeln auf jedes Gesicht zaubern. Viel Spaß beim Lesen.

Inhalt

1. Was sind Spirituosen?

Spirituose ist der Überbegriff für alkoholische Flüssigkeiten, die "für den menschlichen Genuss" hergestellt wurden. Das gängige EU-Recht schreibt dabei einen Mindestalkoholgehalt von 15 Volumenprozent und eine Obergrenze von 80 Volumenprozent vor. Während also Whisky und Rum, Gin und Wodka oder Grappa und Tequila Spirituosen sind, zählen Wein und Bier, Sekt und Champagner nicht dazu.

Etymologisch leitet sich Spirituose vom lateinischen "spiritus", Geist, ab. Deshalb ist die Bezeichnung "geistiges Getränk" nicht nur üblich, sondern überaus korrekt. Häufiger jedoch werden Spirituosen in der Umgangssprache schlicht Schnaps genannt. Übrigens eine Anlehnung an das niederdeutsche "schnappen", mit dem der schnelle Schluck aus einem schlanken (Schnaps-) Glas gemeint war.

Spirituosen unterliegen in Deutschland einer gesonderten Alkoholsteuer und dürfen nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden.

2. Spirituosen: Geschichte und Herkunft

Die alten Griechen, Ägypter und Römer liebten ihren Wein - Spirituosen im heutigen Sinne kannten sie jedoch nicht. Erst etwa um das Jahr 1000 experimentierten wissbegierige Zeitgenossen in den italienischen Klosterküchen mit höherprozentigem Alkohol. Und auch die Alchimisten waren davon überzeugt, das Spirituosen eine Art magisches Allheilmittel sein könnten.

Das Problem aller Tüftler und Forscher lag in ein und demselben Umstand: Die natürliche Weingärung stoppt automatisch bei rund 16 Volumenprozent, weil zu diesem Zeitpunkt die für das Gären erforderlichen Hefepilze durch den Alkohol selbst "gekillt" werden.

Ein Gelehrter erfindet den ersten Branntwein

Die Gewinnung von Ethanol schaffte wohl erstmals der persische Arzt, Naturwissenschaftler, Philosoph und Autor Abu Bakr Mohammad ibn Zakariya ar-Rāzī um das Jahr 900. Weil er Wein destillierte, geht die Bezeichnung ‚Alkohol' (ab dem 18. Jahrhundert gebräuchlich) auf ein altes arabisches Wort zurück, was so viel bedeutet wie ‚Geist des Weines‘.

In Europa gelang im Jahre 1167 einem Gelehrten an der Hochschule von Salerno in Süditalien nachweislich die erste Weindestillation überhaupt: Magister Salernus schaffte es, puren Alkohol in Form von entflammbarem Weingeist von den nicht brennbaren Wein-Bestandteilen zu trennen. Es war ein Meilenstein nicht nur in der Chemiegeschichte - es war die Geburtsstunde der Spirituosen. Der erste "Branntwein" wurde jedoch keineswegs getrunken, er galt als Medizin, die gegen allerlei Unbill helfen sollte.

Ein Bischof sorgt für eine verbesserte Destillation

Nochmal hundert Jahre später erfand der Regensburger Bischof Albertus Magnus die sogenannte Brennblase. In dieser konnten nach der Erhitzung des Weins die entstehenden alkoholischen Dämpfe ungleich besser gesammelt werden. Gleichwohl blieb der Branntwein zunächst ausschließlich der medizinischen Anwendung vorbehalten.

Solange bis kreative Tüftler auf die Idee kamen, in Ermangelung von Wein, Früchte und Wurzeln, Getreide und Knollen für die Destillation zu nutzen. Die sich daraus ergebenden Spirituosen waren nach heutigen Maßstäben mehr als fragwürdig - allein: Der minderwertige Schnaps wurde von armen Leuten gerne konsumiert, nicht zuletzt, um damit ihre zumeist elendige Situation kurzfristig ein wenig besser erscheinen zu lassen.

Der erste Kornbranntwein kommt aus dem thüringischen Nordhausen

Die weitere Verfeinerung der Destillationsverfahren bescherte der Menschheit in den folgenden Jahrhunderten ein zunehmend breiteres und ausgefeiltes Spektrum an Spirituosen. Einen wichtigen Markstein setzte um 1507 der erste Kornbranntwein, der aus Nordhausen stammte. Fortan entwickelten sich Destillations-Geräte und Genuss-Spirituosen aus gegenseitiger Inspiration weiter.

3. Schnaps-Tradition in Deustschland

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die Spirituosen-Produktion in Deutschland dynamisch: Grundsätzlich mit einer steilen Ausrichtung nach oben, wobei kriegerische Auseinandersetzungen und politische Wirren dem Spirituosen-Markt regelmäßig einen Dämpfer versetzten. 1750 ging in der Pfalz die erste Kartoffelbrennerei an den Start. Es folgten weitere in den Bezirken Lüneburg und Hannover.

Im Süden Deutschlands war es hingegen wieder ein Bischoff, der der Spirituosen-Herstellung unter die Arme griff: Bereits 1726 gestattete der Straßburger Bischoff Armand Gaston de Rohan allen Bauern seines rechtrheinischen Herrschaftsgebiets überschüssige Früchte zu destillieren. Bis heute zählen die Brennereien im Renchtal rund um Oberkirch zu den renommiertesten Brennereien für Kirschwasser, Zwetschgen- und Mirabellenwasser, Williams- und Himbeergeist.

Die rasante Karriere einer klaren Spirituose aus Getreide

Während im Süden Deutschlands, vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, fleißig Obstbranntwein produziert wurde, entstanden in ganz Preußen zahlreiche Getreide- und Kartoffelbrennereien. Korn erlebte eine rasante Karriere: Die Spirituose avancierte zwischenzeitlich zum Lieblingsgetränk der gesellschaftlichen Oberschicht - vor allem, nachdem die Stadt Nordhausen ein Reinheitsgebot erlassen hatte und der mehrmals destillierte Doppelkorn Furore machte.

Thüringen und auch das Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen entwickelten sich zu Hochburgen der Kornbrenner-Industrie. Auch der Vater des späteren "eisernen Kanzlers" Otto von Bismarck war leidenschaftlicher Spirituosenbrenner.

Berlin wird Zentrum für den Spirituosen-Handel

Der von Johann Heinrich Leberecht Pistorius erfundene Pistoriussche Brennapparat veränderte die gesamte Landwirtschaft im preußischen Staat: Mit dem Destillationsgerät ließ sich 60- bis 80-prozentiger Alkohol auch aus Kartoffelmaische gewinnen. In der Folge gab es schon bald allein in der Provinz Brandenburg mehr als 1.400 Kartoffelbrennereien - Berlin wurde zum Zentrum des Spirituosen-Handels.

Die billigen Schnäpse begünstigen den massenhaften Konsum und leisteten einem zum Teil verheerenden Volksalkoholismus Vorschub. Nach heftigen politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen wurde schließlich ein Reichsbranntweinsteuergesetz verabschiedet, dass die Basis für das spätere Branntweinmonopolgesetz lieferte, das Kaiser Wilhelm der Zweite 1918 unterzeichnet. Es sollte die Spirituosen-Erzeugung beschränken und verlangte den Verschluss der Brennerei-Gefäße mit Plomben. Das Gesetz wurde im Laufe der Zeit ein wenig überarbeitet - prinzipiell gilt es in der Fassung von 1922 aber bis heute.

4. Der Brennprozess von Spirituosen

Die Destillation von Alkohol galt jahrhundertelang als magisch, die Herstellung von Spirituosen als hohe Kunst, im Grunde jedoch folgt sie einem recht simplen Prinzip. Die Güte und Qualität eines edlen Tropfens resultiert zu einem wesentlichen Teil aus der Raffinesse und Sorgfalt, mit der dem Grundprinzip atemberaubende Qualitäten entlockt werden.

Einige bis heute geschätzte Spirituosen können dabei auf eine sehr, sehr lange Tradition verweisen. Das "brennende Wasser" beispielsweise, heute besser bekannt als Armagnac. Oder Calvados aus vergorenem Apfelsaft, Cognac aus dem gleichnamigen, französischen Städtchen. Schließlich Genever, am Stadtrand von Amsterdam erstmals aus einer mit Torf beheizten, kupfernen Destillierblase gewonnen. Fundament für den späteren London Gin.

Verdampfender Alkohol, der typische Aromen mitnimmt

Die Basis für alle Spirituosen wird zunächst durch die Vergärung von zuckerhaltigen Lösungen aus Getreide und/oder Früchten, also durch eine Maische, oder durch Einlegung von Früchten und Beeren in neutralen Alkohol (Mazeration) gewonnen. Als Brennen im eigentlichen Sinn wird der folgende Schritt bezeichnet: Die Abtrennung und Konzentration des Alkohols aus der Maische durch Destillation.

Dabei sollen typische Aromakomponenten, die flüchtiger Natur sind, möglichst mit in das Destillat gelangen, während qualitätsmindernde Bestandteile der Gärung oder unerwünschte Produkte tunlichst im Destillatrückstand zu verbleiben haben. Am Rande: Dieser Rückstand wird Schlempe genannt und kann sowohl als Viehfutter als auch als Dünger verwendet werden.

Spirituosen aus unterschiedlichen Brennverfahren

Es gibt prinzipiell zwei große unterschiedliche Arten der Destillation von Spirituosen: Die kontinuierliche und die diskontinuierliche.
Beim kontinuierlichen Brennverfahren wird die Maische in der Brennblase kontinuierlich nachgefüllt. Der Alkohol verdampft und kondensiert in dem sich anschließenden Kühler.

Dieses Verfahren eignet sich bevorzugt für die Herstellung größerer Mengen Alkohol. Beim diskontinuierlichen Brennverfahren wird die Maische hingegen nur portionsweise in die Brennblase gefüllt und Alkohol sowie Aromen je Portion abdestilliert. Je nach Spirituosen-Art wird der entweichende, dampfgewordene Alkohol mehrfach destilliert.

Warum der "Brand" kein "Geist" ist und umgekehrt

Das gewonnene Destillat hat je nach Spirituosen-Art einen Alkoholgehalt von 40 bis 75 Volumenprozent, der durch Wasserzugabe für den Trinkgenuss reguliert werden kann. Der Zusatz von Pflanzenextrakten in der laufenden Destillation ist für bestimmte Spirituosen-Sorten nicht nur erlaubt, sondern vorgesehen - bei anderen Spirituosen ist er hingegen streng verboten.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind:

- Brände oder Wässer, die aus den vergorenen Maischen der speziellen Früchte produziert werden. Der Ablauf funktioniert nur, wenn die Früchte hinreichend Zucker enthalten (der von der Hefe in Alkohol umgewandelt werden kann).
- Geiste aus nicht vergorenen, zerkleinerten Früchten, die in neutralem, hochprozentigem Alkohol mazeriert werden. Diese Vorgehensweise ist immer dann nötig, wenn die Rohstoffe zwar viele Aromen, aber zu wenig Zucker dabeihaben.

Der hier schon des Öfteren erwähnte Neutralalkohol für Spirituosen wird auch als Agraralkohol bezeichnet, weil er landwirtschaftlichen Ursprungs ist und quasi keine Geschmacksstoffe enthält. Er hilft bei der Herstellung vielfältiger Spirituosen - von diversen Likören bis hin zu Gin und Wermut.

5. Spirituosen Sorten von A bis Z

Das unglaubliche Spektrum an Spirituosen lässt sich am besten nach den jeweils verwendeten Grundzutaten klassifizieren. Neben Getreide oder Früchten, Zuckerrohr oder Agaven, spielen dabei auch die Spirituosen aus Wein eine gehaltvolle Rolle.

Wir zeigen euch die unterschiedlichen Spirituosen Sorten:

Weinbrand - Spirituosen, die aus Wein hergestellt werden

Branntwein ist der Oberbegriff für alle Spirituosen, die aus Wein gebrannt werden. Als Klassiker gilt der traditionelle Weinbrand, der bevorzugt aus säurehaltigem Wein destilliert wird. Die rauchige Note und die goldschimmernde Farbe sind Resultat der Lagerung in Eichenfässern. Der Alkohol im Weinbrand muss vollständig aus Wein stammen und mindestens 36 Volumenprozent betragen.

- Cognac ist die geschützte Marke für den Weinbrand aus der gleichnamigen französischen Stadt.
- Armagnac (ebenfalls als Marke geschützt) wird anders als Cognac nur einmal destilliert, dafür länger gelagert.
- Brandy ist eine komprimierte Variation des Begriffs Weinbrand und dient daher als Sammelbezeichnung.

Spirituosen aus den Traubenresten

Als Trester werden die Rückstände (Schalen und Kerne) bezeichnet, die bei der Weinherstellung zwangsläufig anfallen. Sie werden für einen Tresterbrand erneut destilliert. Die so gewonnenen Spirituosen können gelagert werden, sind aber prinzipiell auch für den baldigen Genuss geeignet. Ein Tresterbrand muss mindestens 37,5 Volumenprozent Alkohol enthalten.

- Grappa stammt aus Italien
- Marc aus Frankreich
- Orujo aus Spanien
- Tsipouro aus Griechenland

Spirituosen aus Getreide

Die Bandbreite der Spirituosen aus Getreide ist denkbar groß. Für einige Sorten gelten strenge Vorschriften, für andere gibt es deutlich weniger Richtlinien. Bis hin zu dem Umstand, dass selbst die Wahl des Rohstoffs variabel ist: So wird Wodka zwar traditionell aus Getreide gewonnen, daneben haben sich jedoch auch Produktionen aus Kartoffeln oder Melasse etabliert.

Korn

Korn gilt als die deutsche Spirituose schlechthin. Seine Tradition reicht Jahrhunderte weit zurück und ist vor allem in Westfalen, dem Münsterland, im nördlichen Thüringen sowie in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verankert. Der klare Schnaps darf nur aus Weizen und Roggen, aus Hafer, Gerste oder Buchweizen gebrannt werden - und dies zudem ausschließlich in Deutschland sowie Österreich und einigen deutschsprachigen Gegenden von Belgien. Außerdem muss Korn im Minimum 32 Volumenprozent Alkohol dabeihaben.

- Kornbrand bringt 37,5,
- Doppelkorn 38 Volumenprozent Alkohol mit.

Whisky

Whisky gehört zu den Spirituosen-Arten, die im Produktions-Prozedere streng reglementiert sind. So ist jeder Zusatz von Süße oder Aromen ebenso verboten wie die Mindestlagerung von drei Jahren in Holzfässern vorgeschrieben ist. Dagegen kann die bernsteinfarbene Spirituose wahlweise aus Gerste (Malt), aus Roggen (Rye), aber auch aus Mais (Bourbon, Corn) oder Weizen (Grain, Basis für Blended Whiskys) gewonnen werden. Der Mindestalkoholgehalt muss 40 Volumenprozent betragen.

- Scotch ist schottischer Whisky,
- Bourbon, Rye und Corn stammen bevorzugt aus Amerika,
- irischer Whiskey trägt das zusätzliche "e".
- Single Malt bezeichnet Whiskys aus gemälzter Gerste, die aus nur einer Brennerei stammen,
- Single Cask steht für die Abfüllung aus nur einem Fass.

Wodka

Roggen und Weizen, Kartoffeln oder Melasse: Die Rohstoffe für die Spirituosen-Herstellung von Wodka variieren, wie erwähnt. Das reine Destillat schmeckt nahezu neutral, weshalb es häufig aromatisiert wird, bevorzugt mit Schwarzer Johannisbeere, Mandarine oder Vanille. Wodka wird für gewöhnlich nicht gelagert.

Obstbrände: Spirituosen aus frischen Früchten

Obstbrände zählen zu den Spirituosen mit großer aromatischer Finesse. Nahezu immer lässt das Destillat aus frischen Früchten (Äpfel oder Birnen, Zwetschgen, Kirschen oder Mirabellen) die jeweilige Grundzutat nuanciert erkennen. 37,5 Volumenprozent sind die Regel.

- Vieille Prune ist ein Obstbrand aus Pflaumen,
- Eau de vie wird in Frankreich aus Birnen, Äpfeln, Pflaumen, Mirabellen oder Kirschen gewonnen,
- Calvados wird abweichend aus dem Obstwein (Cidre) destilliert,
- mit Obstler werden Spirituosen gekennzeichnet, die aus den Maischen unterschiedlicher Früchte produziert werden.

Obstgeiste: Spirituosen mit noch mehr Aroma

Für Obstgeiste werden Früchte verwendet, die über ein reichhaltiges, natürliches Aroma verfügen, für eine Vergärung aber nicht ausreichend genug Zucker haben. Himbeeren, Brombeeren, Schlehen und Holunder werden daher in neutralem Agraralkohol mazeriert. Der Frucht-Alkohol-Ansatz wird anschließend destilliert.

Rum: Spirituose aus Zuckerrohr

Mindestens 37,5 Volumenprozent Alkohol muss ein Rum gemäß der europäischen Spirituosen-Verordnung haben, um als solcher betitelt werden zu dürfen. Die Spirituosen werden wahlweise aus der verbleibenden Melasse, die bei der Zuckergewinnung anfällt, destilliert oder - nicht ganz so häufig - auch aus dem Sirup, respektive dem Zuckerrohrsaft, gewonnen.

Ebenso wie Whisky darf Rum weder aromatisiert noch gesüßt werden. Das verdünnte Destillat ist klar: Dieser weißer Rum wird in der Regel unmittelbar abgefüllt. Brauner Rum bekommt seine goldene bis bernsteinfarbene Note durch die Eichenfass-Lagerung. Je nach Art und vorheriger Verwendung der Fässer werden charakteristische Geschmackskomponenten erzielt.

Die Karibik gilt als ursprüngliche Heimat des Rums, weil hier optimale klimatische Bedingungen sowohl für das Gedeihen des Zuckerrohrs als auch für die Spirituosen-Lagerung herrschen.

- Blended Rums sind Spirituosen aus verschiedenen Eichenfässern mit unterschiedlichem Alter, die gemischt werden.
- Rum-Verschnitt enthält nur rund fünf Prozent "echten" Rum, der übrige Rest stammt aus Neutralalkohol.
- Overproof Rum ist prädestiniert für Cocktails: Er enthält 57,15 Volumenprozent Alkohol.

Mezcal: Spirituose aus Agaven

Zu den wohl typischsten, mexikanischen Spirituosen gehört der Mezcal, der aus dem Fruchtfleisch verschiedener Agaven produziert wird. Die Spirituose mit 40 Volumenprozent Alkohol fungiert gleichzeitig als Sammelbegriff für alle Agavenbrände. Der bekannteste und international beliebteste Mezcal ist der Tequila aus der namengebenden Stadt: Er darf ohne Ausnahme nur aus dem Fruchtfleisch der Blauen Agave destilliert werden.

Spirituosen mit charakteristischer Aromatisierung

Aus neutralem Agraralkohol werden durch geschickte Aromatisierung mit Gewürzen und Pflanzenteilen, zum Teil nach streng gehüteten Rezepturen, Spirituosen mit typischem Charakter.

Gin

In der Hauptsache sind es Wacholderbeeren, die dem Gin seinen akzentuierten Geschmack verleihen. Je nach Marke werden weitere aromatisierende Pflanzenbestandteile und Kräuter (Botanicals) entweder direkt in den Rohalkohol gegeben oder durch die Alkoholdämpfe aufgenommen. Gin muss mindestens 37,5 Volumenprozent Alkohol haben.

Sambuca und Ouzo

Anis-Spirituosen erhalten ihren unverkennbaren Duft durch Sternanis, Fenchel sowie weitere Pflanzen mit ähnlichen Aromastoffen. Ouzo aus Griechenland und Sambuca aus Italien (beide Spirituosen enthaltent 40 Volumenprozent Alkohol) fallen in diese Kategorie, aber auch der Pastis aus Frankreich und der Arak aus Israel, Jordanien oder Syrien.

Aquavit

Die wohl beliebteste Spirituose mit Kümmel ist in Deutschland der Aquavit, der hierzulande eiskalt getrunken wird - in seiner Heimat Skandinavien wird hingegen Zimmertemperatur bevorzugt.

Bitter und Absinth

Den Beinamen "Die grüne Fee" verdankt der Absinth, als "die" klassische Bitterspirituose schlechthin, seiner zumeist grünen Farbe. Sie entsteht durch die Zugabe von bitter schmeckenden Kräutern, vorzugsweise Wermut. Absinth muss aber nicht zwangsläufig auch richtig bitter schmecken. Der Alkoholgehalt hat es hingegen in sich: Er variiert zwischen 45 bis 89 Volumenprozent.

Sind eigentlich Liköre auch Spirituosen?

Das kommt auf den Zuckergehalt an: Die europäische Spirituosen-Verordnung setzt eine eindeutige Grenze bei 100 Gramm Zucker je Liter. Sobald eine Spirituose diesen Grenzwert erreicht und zudem die bereits erwähnten 15 Volumenprozent Alkohol mitbringt, gilt sie als Likör.

Welche zusätzlichen Aromen und Fruchtauszüge, Kräuter und sonstigen Zutaten verwendet werden, ist nebensächlich. Auch kann der Alkoholgehalt eines Likörs deutlich über dem Minimum von 15 Prozent liegen. Amaretto beispielsweise hat 20 bis 30, Grand Marnier beachtliche 40 Volumenprozent Alkohol.

6. Spirituosen kaufen

Kaum ein "normaler" stationärer Händler kann das bis hierher vorgestellte, gewaltige Kontingent an Spirituosen vorrätig halten. Dafür sind in Innenstadtlagen die Mieten viel zu teuer und in ländlichen Gegenden rechtfertigt die überschaubare Nachfrage ein solches Engagement kaum. Wenn ihr also nach bestimmten oder besonderen Spirituosen sucht, seid ihr in aller Regel gut beraten, diese online zu kaufen.

Hier in unserem Online-Shop bei Honest & Rare findet ihr außerdem kostbare, verborgene Schätze, die es tatsächlich kaum woanders zu kaufen gibt. Wir versehen jede unserer Spirituosen mit einer kleinen Charakteristik (Stil, Geschmack, Herkunft, Alkoholgehalt, eventuell Lagerung, Lagerzeit und Fasstyp), sodass ihr in Ruhe entscheiden könnt, ob diese Spirituose genau die ist, die ihr sucht - oder einfach einmal testen möchtet.

Und wenn ihr nicht ganz sicher seid, dann ruft uns doch einfach an: Honest & Rare wird von echten Experten gemacht - und die freuen sich immer, wenn sie mit ihrem Wissen helfen können. Übrigens: Für eine kleine, feine Fachsimpelei haben wir immer Zeit.

7. Spirituosen-Fakten

Spirituosen haben in aller Regel kein aufgedrucktes Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie lange Vodka und Tennessee Whiskey, Kahlua oder Eierlikör sich nun tatsächlich halten, hängt von ihrem Alkohol- und auch von ihrem Zuckergehalt ab.

Haltbarkeit von Spirituosen mit mehr als 35 Volumenprozent

Ganz gleich ob Gin, Whisky, Hausschnaps oder Brände - hochprozentige Spirituosen mit mehr als 35 Volumenprozent Alkohol sind praktisch unbegrenzt haltbar, sowohl geöffnet als auch verschlossen. Der hohe Alkoholanteil wirkt wie ein "automatisches" Konservierungsmittel. Allerdings können sich Geschmack und vor allem das Aussehen der Spirituosen im Laufe der Zeit leicht verändern. Faustregel: Geöffnete Spirituosen immer stehend, sonnenlichtgeschützt, trocken und bei gleichmäßig moderaten Temperaturen lagern.

Haltbarkeit von niedrigprozentigen Spirituosen

Alkoholische Getränke mit weniger als 35 Volumenprozent halten sich zwar auch einige Jahre, werden dadurch aber nicht unbedingt besser. Insbesondere Liköre mit einem hohen Zuckergehalt leiden im Geschmack. Geöffnete Likör sollten daher innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Für Creme-Liköre gilt selbst im verschlossenen Zustand eine Verbrauchsempfehlung innerhalb von zwei Jahren. Auch hier gilt: Aufrecht und lichtgeschützt, geöffnete Creme-Liköre am bestem im Kühlschrank, aufbewahren.

Alkoholfreie Spirituosen

Im Prinzip gibt es keine alkoholfreien Spirituosen, denn die Kombination ist ein Widerspruch in sich: Spirituosen müssen qua Gesetz mindestens 15 Volumenprozent Alkohol enthalten. Gleichwohl hat sich der Markt über diese juristische Finesse schlicht hinweggesetzt und Produkte kreiert, die den Geschmack von Gin, Rum, Whisky und Wodka imitieren, dabei jedoch maximal 0,5 Volumenprozent oder eben gar keinen Alkohol enthalten. Die Ergebnisse sind zum überwiegenden Teil respektabel.

Auf jeden Fall bedienen sie eine steigende Nachfrage: Kennt doch fast jeder die Situation, in der trotz geselliger Rund Alkohol tabu ist, beispielsweise, weil die Autoschlüssel in der Jackentasche stecken oder ein Medikament im Blutkreislauf zirkuliert. Alkoholfreie Spirituosen sind eine willkommene Alternative zu Cola oder Wasser - und gehören inzwischen zum gut sortierten Barbedarf. Vor allem alkoholfreier Gin ist seit einigen Jahren auf der Überholspur. Jährlich gibt es neue Marken und Hersteller, die eine alkoholfreie Gin-Alternative anbieten und bei den Rezepturen und Geschmack immer besser werden.

Außergewöhnliche Spirituosen

Exklusive Spirituosen in hochwertig designten Flaschen sind ein erlesenes Geschenk oder eine besondere Reserve für außergewöhnliche Anlässe. Zumeist handelt es sich dabei um Spirituosen, die nur einmal abgefüllt werden - entweder auf den einzelnen Jahrgang bezogen oder gar auf ausgewählte Fässer. Diese Limited Editionen steigen bereits in ihrem Wert, bevor sämtliche Flaschen überhaupt verkauft wurden. Exklusive Raritäten gibt es besonders bei Whisky, Rum, Gin und Cognac - und zur Auswahl hier in unserem Spirituosen Online-Shop.

8. Spirituosen Fun Facts

Alkohol, korrekt Ethanol, ist das Herz der Spirituose. Die chemische Formel dafür lautet C2H5OH. Wenn ihr euch die Formel merken möchtet, funktioniert das ganz einfach mit dieser Eselsbrücke, bei der die Anfangsbuchstaben rückwärts gelesen werden: "Herr Ober, 5 Helle (und) 2 Corn."

Die stärkste Spirituose der Welt

Unaussprechlich und bitte nicht pur genießen: Der stärkste Schnaps der Welt ist Spirytus Rektyfikowany, ein Vodka von Polmos Warszawa mit 96 Volumenprozent Alkohol.

Die teuerste Spirituose der Welt

1,5 Millionen Dollar kostet eine Flasche der ersten Auflage des "M-City Golden Cities"-Rums der Dictador-Destillerie im kolumbianischen Cartagena. Sobald die Auflage den Wert von einer Milliarde Dollar erzielt hat, soll sie für immer - so die Ankündigung - geschlossen werden.

Das älteste dokumentierte Spirituosen-Rezept

"Jiuyun Chinese Spirits Destillation Method" ist laut Guinness-Buch das älteste, dokumentierte Spirituosen-Rezept der Welt. Es stammt aus Bozhou, Anhui in China und wurde bereits 196 n. Chr. verwendet.

Die meistgetrunkene Spirituose der Welt

Mit 13 Milliarden Litern pro Jahr führt der chinesische Reisschnaps Baijiu die Hitliste der weltweit meistgetrunkenen Spirituosen eindeutig am. Wodka folgt auf Platz zwei - mit gerade einmal der Hälfte der Menge. Allerdings: Das mit dem "weltweit" ist so eine Sache - Baijiu wird fast ausschließlich im Reich der Mitte getrunken.


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Wenn ihr nach dieser umfassenden Lektüre nun richtig Lust auf die eine oder andere Spirituosen-Spezialität bekommen habt, dann stöbert doch ein wenig in unserer großen und exklusiven Auswahl. Als offener Marktplatz sorgt Honest & Rare stets für neue, spannende und außergewöhnlich Ergänzungen. Wir freuen uns, wenn wir euch eine Freude machen können.