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F5 TRANSIT Milder Kümmel Likör No. 5573 - DDR Edition
0€ Versand
19,95 (€39,90 pro l)
  • Herkunft Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

  • Geschmack Kümmel, Fenchel, Anis

  • Alkohol 35% vol.

F5 TRANSIT 1:30 Kräuterlikör No. 5556 - DDR Edition
0€ Versand
19,95 (€39,90 pro l)
  • Herkunft Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

  • Geschmack kräuterig-würzig

  • Alkohol 30% vol.

F5 TRANSIT Maracuja Limette Likör No. 5546 - DDR Edition
0€ Versand
19,95 (€39,90 pro l)
  • Herkunft Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

  • Geschmack Maracuja, Limette, Vanille

  • Alkohol 15% vol.

Der Luchs Sommer Ei - Saison Serie - Eierlikör mit Gin
Der Luchs Sommer Ei - Saison Serie - Eierlikör mit Gin
11,50 (€57,50 pro l)
  • Herkunft Thüringen, Deutschland

  • Geschmack cremig, fruchtiger Gin Geschmack

  • Alkohol 18% vol.

Nordik Eierlikör LAKKRITZI
Nordik Eierlikör LAKKRITZI
19,50 (€39,00 pro l)
  • Herkunft Niedersachsen, Deutschland

  • Geschmack cremig, leicht salzig, Lakritz

  • Alkohol 17% vol.

Nordik Sanfter Holunder - Holunderblütenlikör
Nordik Sanfter Holunder - Holunderblütenlikör
13,50 (€67,50 pro l)
  • Herkunft Niedersachsen, Deutschland

  • Geschmack zartes Holunderblütenaroma, erfrischend

  • Alkohol 30% vol.

Schelle Pikanter Kräuterlikör
22,99 (€45,98 pro l)
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack pikante Chili, süße Kräuternote

  • Alkohol 33% vol.

F5 Transit DDR Eierlikör No. 5593 - mit Rum und Vanille
0€ Versand
19,95 (€39,90 pro l)
  • Herkunft Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

  • Geschmack cremig, Rum, Vanille

  • Alkohol 18% vol.

F5 Transit Royal Mint Pfefferminzlikör mit Blattgold No. 5555 - DDR Edition
0€ Versand
19,95 (€39,90 pro l)
  • Herkunft Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

  • Geschmack erfrischend, süßlich, Pfefferminze

  • Alkohol 25% vol.

GinEi - Eierlikor mit Gin
GinEi - Eierlikor mit Gin
-10%
16,65 (€33,30 pro l) 18,50
  • Herkunft Baden-Württemberg, Deutschland

  • Geschmack cremig-süß, Kardamom, feine Gin-Note

  • Alkohol 14.8% vol.

ZwEi - Eierlikor mit Zwetschgenbrand
ZwEi - Eierlikor mit Zwetschgenbrand
-10%
16,65 (€33,30 pro l) 18,50
  • Herkunft Baden-Württemberg, Deutschland

  • Geschmack cremig-süß, fruchtige Zwetschge, feine Zimt-Note

  • Alkohol 14.7% vol.

Bella Rossa - Beerenlikör
Bella Rossa - Beerenlikör
-7%
13,95 (€27,90 pro l) 14,95
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack vollreife Beeren, Minze, Zitrone

  • Alkohol 21% vol.

Orancello - Orangenlikör
Orancello - Orangenlikör
-7%
13,95 (€27,90 pro l) 14,95
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack fruchtig-herb, intensives Orangenaroma

  • Alkohol 28% vol.

Roshain Glüh Gin
-20%
11,92 (€23,84 pro l) 14,90
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack winterlich-würzig, Zitrusfrüchte

  • Alkohol 15% vol.

The Famous Steal Limettenlikör
19,95 (€28,50 pro l)
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack frische Limetten, leicht

  • Alkohol 18% vol.

Prisma "Zitrus Orange" by Ebbenizer - Likör mit Farbwechsel
14,99 (€29,98 pro l)
  • Herkunft Nordrhein-Westfalen, Deutschland

  • Geschmack mild, süß, erfrischend, Zitrusfrüchte

  • Alkohol 22% vol.

Likörium TASTINGBOX (5x Original Dresdner Liköre + 2x Gläser)
36,99 (€73,98 pro l)
  • Herkunft Sachsen, Deutschland

Brennhaus Pfefferminzlikör
Brennhaus Pfefferminzlikör
14,00 (€28,00 pro l)
  • Herkunft Bayern, Deutschland

  • Geschmack frisch, intensiv aromatisch, Pfefferminze

  • Alkohol 18% vol.

 

Likör: Der große Ratgeber

Von fruchtig-frisch über sahnig-süß bis kräuter-herb: Likör ist ein Allround-Talent. Doch was genau ist eigentlich Likör? Wie wird er hergestellt und worin unterscheidet er sich von Schnaps? In unserem großen Honest & Rare-Ratgeber erfahrt ihr alles über die Geschichte und Herkunft von Likör, über Likör-Sorten und deren Haltbarkeit. Und wie trinkt man Likör? Steht auch bei uns. Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen.

Inhalt

1. Likör Ratgeber

Alkohol und Zucker sind ja von Natur aus gute Freunde, im Likör aber werden Sie zu einem wahren Dream-Team. Erst ein bestimmter Zuckergehalt macht aus alkoholischer Flüssigkeit überhaupt Likör. Wobei der dann keineswegs zwingend süß schmecken muss - klassische Kräuterliköre beispielsweise sind eher herb als süß. Immer sind 15 Volumenprozent Alkohol Pflicht, die Kür reicht jedoch bis jenseits der 55 Vol. Wie Spirituosen überhaupt, diente Likör zunächst als Heiltrunk zur Behandlung von allerlei Maläsen, bevor er als Genussmittel die Welt eroberte.

Heute gehört Likör in jede gut sortierte Bar und begeistert mit einer riesigen Bandbreite. Deswegen widmen wir uns in diesem Likör Ratgeber allen Fragen rund um Likör - von der Definition, Herstellung und den verschiedenen Likör-Sorten bis hin zur Haltbarkeit.

2. Was genau ist Likör?

Trotz der Vielfalt an geschmacklichen Varianten ist jeder Likör eine Spirituose, die zwei wesentliche Kriterien erfüllen muss: Der vorgeschriebene Mindestalkoholgehalt beträgt in Deutschland und in der EU 15 Volumenprozent und zudem müssen je Liter mindestens 100 Gramm Zucker enthalten sein. Von dieser grundsätzlichen Regel gibt es nur drei Ausnahmen: Bei Kirschlikör reichen auch 70 Gramm Zucker und bei Enzianlikör 80 Gramm, ohne dass beiden der Status als Likör abgesprochen werden könnte. Und: Eierlikör kommt mit 14 Volumenprozent Alkohol aus.

Die vier Basiskomponenten von Likör sind Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, auch Destillate einer oder mehrerer Spirituosen, die geschmackgebenden Zusätze - also Früchte, Kräuter, Gewürze, Milch, Eier, Wein, Extrakte, aber auch naturidentische (künstlich erzeugte) Aromastoffe - sowie Zucker und Wasser.

Strenge Vorschriften hinsichtlich der Verwendung von künstlichen Aromastoffen gelten in Deutschland für bestimmte Likör-Sorten. Die Aromen aus dem Labor dürfen Likören aus den folgenden Früchten nicht zugesetzt werden:

- Schwarze Johannisbeeren,
- Himbeeren,
- Heidelbeeren,
- Preiselbeeren,
- Sanddorn,
- Ananas.

Das Verbot gilt gleichermaßen für Likör-Sorten aus den pflanzlichen Komponenten Minze, Enzian, Anis und Wundklee.

3. Wie wird Likör hergestellt?

Grundsätzlich kann Likör auf zwei unterschiedlichen Wegen produziert werden: Durch Destillation oder durch Mazeration. Die Mazeration ist jedoch das mit Abstand favorisierte Verfahren für die Gewinnung von Likör - auch weil sie eine enorme Bandbreite an recht unkompliziert zu realisierenden Varianten zulässt.

3.1. Likör-Herstellung via Mazeration

Das Prinzip ist recht einfach, die Kunst besteht in der richtigen Dosierung von Zutaten und Zeit. Die geschmackgebenden Komponenten des Likörs, also beispielsweise Früchte oder Kräuter, werden in Alkohol eingelegt. Zumeist in sogenannten Neutralalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, der keine eigenen Geschmacksakzente mitbringt. Oder aber die Rezeptur sieht genau das Gegenteil vor: Einen Likör, der die feinen Nuancen der ursprünglichen, hochprozentigen Spirituose im Hintergrund transportiert. In diesem Sinne werden auch Rum und Whisky, Grappa, Gin und Vodka für die Produktion ausgewählter Likör-Sorten verwendet. Mazeration bedeutet im lateinischen Wortsinn soviel wie "Auslaugung": Die Aromen von Kräutern, Wurzeln oder Früchten werden aus ihrer Grundsubstanz herausgelöst, der Alkohol laugt die Zutaten aus.

Die Mischung wird wahlweise in Holzfässern oder Metallbottichen für eine bestimmte Zeit gelagert, anschließend gefiltert und mit Zucker und Wasser auf die gewünschte Trinkstärke gebracht.

3.2. Likör-Herstellung via Destillation

Eher selten ist inzwischen die Likör-Produktion durch Destillation. Zumeist wird beispielsweise aus einer Fruchtmaische durch Verdampfung der klassische Obstbrand gewonnen, der als solcher belassen wird - auch weil er eine große aromatische Finesse mitbringt. Durch den Zusatz von Zucker und Wasser entsteht der jeweilige Likör.

3.3. Was ist der Unterschied zwischen Schnaps und Likör?

Schnaps ist der umgangssprachliche Überbegriff für Spirituosen und das wiederum sind alle alkoholischen Genuss-Getränke, die nach geltendem EU-Recht einen Alkoholgehalt von mindestens 15 bis maximal 80 Volumenprozent mitbringen. Wein, Sekt und Biere zählen also nicht zu den Spirituosen. Der Unterschied zwischen Schnaps und Likör liegt einzig allein im jeweiligen Zuckergehalt: Ab 100 Gramm Zucker pro Liter klassifiziert die europäische Spirituosen-Verordnung alkoholische Getränke mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol als Likör.

3.4. Wie viel Prozent hat Likör?

Mit Sicherheit hat jeder Likör mindestens 15 Volumenprozent Alkohol - ansonsten dürfte er sich ja nicht Likör nennen. Alles andere ist dagegen der Intention und dem Können des Herstellers überlassen. Grundsätzlich tummelt sich jedoch das Likör-Gros im Feld zwischen 15 bis 35 Volumenprozent Alkohol. Amaretto beispielsweise kommt auf 20 bis 30 Prozent Vol., Limoncello auf 30 bis 35 und der Hibiskusblüten-Likör aus unserem Shop auf 23 Vol. Aber: Ein Grand Marnier oder ein Cointreau bringen 40 Volumenprozent Alkohol mit und der "Schmiedegold" Kräuter-Likör aus dem Striegistal schmeckt mit respektablen 50 Prozent Vol. vollmundig und fein.

4. Likör: Geschichte und Herkunft

Über den Ursprung der Likör-Herstellung streiten die Gelehrten ein wenig. Verbrieft ist, dass dem italienischen Magister Salernus im Jahre 1167 in der süditalienischen Stadt Salerno erstmals eine Weindestillation, und damit die Herstellung von hochprozentigem Alkohol, gelang. Aber erst im 13. Jahrhundert experimentierte ein gewisser Arnaldo von Villanova, seines Zeichens Rektor der Medizin-Fakultät von Montpellier - die Stadt gehörte seinerzeit zum spanischen Katalonien - gezielt mit der Einlage von Kräutern in Alkohol - prinzipiell also mit einer klassischen Mazeration. Anders als die italienischen Kollegen versetzte der Medicus die alkoholischen Kräuter-Extrakte in den folgenden Jahren zudem mit Honig, um sie etwas genießbarer zu machen. Trotzdem wurden sie ausschließlich als Arzneimittel verordnet. Und blieben lange eine Domäne der Klöster mit ihren üppigen Kräutergärten.

Likör: Von der Medizin zum Genuss-Produkt

Bis ins 16. Jahrhundert war Likör gleichbedeutend mit Medizin. Für Italien als eigentliche Geburtsstätte spricht der Umstand, dass die italienische Adelige Katharina von Medici nach ihrer Hochzeit mit dem französischen König Heinrich II. 1532 eine ganze Entourage von fachkundigen "Liquoristen" mit an den französischen Hof brachte. Noch waren allerdings die Zuckerpreise derart unerschwinglich hoch, dass der Genuss von Likör ein Privileg der Adelsschicht blieb.

Das änderte sich durch den expansiven, kolonialen Handel mit Zucker und schließlich durch den heimischen Zuckerrübenanbau. 1811 wurde in Frankreich die erste profitable Zuckerrübenverarbeitungs-Anlage in Betrieb genommen. Der Likör erlebte einen sensationellen Höhenflug - zunächst als bevorzugtes alkoholisches Getränk der bürgerlichen Mitte, ab dem 19. Jahrhundert als Liebling breiter Bevölkerungsschichten.

Die Likör-Herstellung machte in dieser anbrechenden Hochphase vor keiner Frucht und vor keiner Kräutergattung halt. Besonders in Frankreich und den Niederlanden gab es in jedem kleineren oder größeren Ort ansässige Likör-Produzenten, die ihren ganz speziellen Likör anboten. Einige bis heute hergestellte Likör-Sorten - wie der Curacao Bluse oder der Kräuterlikör Chartreuse - wurden in dieser überschwänglichen Zeit erfunden.

5. Likör-Sorten im Überblick

Das überaus breit aufgestellte Sortiment an Likören lässt sich am besten anhand der geschmackgebenden Komponente klassifizieren. In diesem Sinne werden unterschieden:

5.1. Fruchtliköre

Der klassische Fruchtlikör besteht aus zerkleinerten Früchten, die in hochprozentigem Alkohol mazeriert und anschließend mit Invertzucker und Wasser aufgefüllt werden. Dabei liegt der Fruchtanteil mindestens bei 20 Prozent - bei vielen beliebten Sorten allerdings mit 40 bis 60 Prozent deutlich darüber. Zusatzwissen für besonders Interessierte: Invertzucker unterscheidet sich von normalem Haushaltszucker durch das ausgewogene, meint: gleich hohe, Verhältnis von Traubenzucker und Fruchtzucker.

Ein Fruchtsaft-Likör wird hingegen, wie der Namen unschwer vermuten lässt, aus dem ausgepressten Saft der jeweiligen Frucht hergestellt. Der Saftanteil muss bei einem solchen Likör mindestens bei 20 Prozent liegen.

Charakteristische Geschmacksnuancen erhält ein Likör aus Früchten durch die fein dosierte Zugabe von Vanille, Zimt, Ingwer, Chili oder auch Nelken. Und natürlich durch die Wahl des entsprechenden Alkohols, denn ein Likör aus Früchten wird nicht ausschließlich mit geschmacksneutralem Alkohol angesetzt. Etabliert haben sich die folgenden Kombinationen:

- Likör aus Rum: für die Verarbeitung von Pflaumen und Zwetschgen,
- Likör aus Weinbrand: beliebt bei Quitten und Mirabellen,
- Likör aus Korn: für alle Beerenfrüchte,
- Likör aus Vodka: besonders in Kombination mit Zitrusfrüchten,
- Likör aus Whisky: bevorzugt bei Birnen und Äpfeln.

Fruchtliköre bringen zwischen 20 und 40 Volumenprozent Alkohol mit und sind unverzichtbare Bestandteile einiger beliebter Cocktails wie beispielsweise Pink Valentin (Kirschlikör), Sex on the Beach (Pfirsichlikör) oder Kir Royal (Johannisbeerlikör).

Am Rande: Einen besonderen Schutz als aromatisierter und aufgespriteter Wein genießt in der EU der Vermouth. Er muss einen Alkoholgehalt von 14,5 bis 21,9 Prozent mitbringen und sein charakteristisches, leicht bitteres Aroma muss durch Verwendung des namengebenden Wermutkrauts (Familie der Artemisia-Arten) erzielt werden.

5.2. Kräuterliköre

Der Kräuterlikör ist - entstehungsgeschichtlich betrachtet - der Likör schlechthin. Es waren - wie oben bereits erwähnt - Ärzte, Apotheker und Mönche, die ab dem 14. Jahrhundert emsig mit alkoholischen Kräuterextrakten experimentierten. Bis heute werden dem Kräuterlikör übrigens - und das völlig zu Recht - verdauungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Ein Grund, warum er bevorzugt nach einem üppigen Essen getrunken wird.

Kleine Definitions-Finesse am Rande: Oft werden Kräuterliköre umgangssprachlich auch Magenbitter oder einfach Bitter genannt. Das ist so nicht unbedingt korrekt. Ein Kräuterlikör ist laut Spirituosenverordnung ja ein Likör, weil er die vorgeschriebenen 100 Gramm Zucker je Liter mitbringt. Ein "Bitter" hingegen ist zunächst einmal eine Spirituose mit einem deutlichen Bittergeschmack. Absinth ist der wohl bekannteste Vertreter dieser Gattung. Bitter haben 45 und mehr Volumenprozent Alkohol, aber nicht zwangsläufig 100 Gramm Zucker je Liter dabei - sie gehören deshalb nicht zur Kategorie Likör.

Das Gros der Kräuterliköre wird nach traditionellen Rezepturen hergestellt, die nicht selten strenger Geheimhaltung unterliegen. In aller Regel werden 50 oder mehr Zutaten verwendet, um in ebenfalls streng gehüteten, komplexen Verfahren den je typischen, herb-würzigen Geschmack zu erzielen. Für Likör gibt es in Deutschland nur wenige geschützte Herkunftsbezeichnungen - die vorhandenen beziehen sich jedoch sämtlich auf Kräuterlikör:

- Bayerischer Kräuterlikör,
- Ettaler Klosterlikör,
- Chiemseer Klosterlikör,
- Benediktbeurer Klosterlikör,
- Berliner Kümmel,
- Blutwurz,
- Hamburger Kümmel,
- Münchener Kümmel

Tipp: In unserem Online-Shop findet ihr exzellente, kleine Kräuter-Schätze, die es nicht überall zu kaufen gibt und die durch ihren vielschichtigen Geschmack besondere Gaumenfreuden garantieren. Kräuterliköre schmecken nicht nur als Digestif, sondern auch als Begleiter zum Bier, im Cocktail und als Longdrink.

5.3. Nussliköre

Das richtige Timing entscheidet bei der Herstellung von Nusslikör wesentlich über Qualität und Güte. Die süße Verführung muss nämlich genau dann angesetzt werden, wenn die Nussfrucht bereits ein Optimum an Aroma, aber noch keine harte Schale ausgebildet hat. Für den traditionellen Walnuss- und auch den Haselnuss-Likör gilt in den klassischen Anbaugebieten in Italien, in Frankreich und in der Schweiz die sogenannte "Johannisnacht" als elementares Datum: Am besten in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni - gegebenenfalls davor, aber niemals danach - müssen die noch grünen Nüsse geerntet werden. Dann ist die Schale der Nüsse noch weich genug, um für den Ansatz in Scheiben geschnitten werden zu können.

Ein paar Highlights: Ein besonderes Highlight unter allen Nusslikören ist Haselnusslikör. Er gehört zu den beliebtesten Likören überhaupt und wird sowohl im Sommer als auch im Winter gerne getrunken. Der Rose Valley Haselnusslikör wird aus frisch gemahlenen Haselnüssen und Haselnussgeist kreiert, der Brandhaus7 Walnusslikör ähnelt in Geschmack und Aroma dem italienischen Nocino, der seinen Charakter durch Weinbrand erhält, und der Monsieur Sauer Salty Haselnusslikör bezieht seinen geschmacklichen Charme aus dem Akzent von feinstem Salzkaramell.

Neben Walnüssen und Haselnüssen werden auch Pistazien, Erdnüsse und Kokosnüsse zu Likör verarbeitet. Alle schmecken himmlisch, pur oder auf Eis, und verleihen Süßspeisen und Desserts den ultimativen Kick.

5.4. Kaffee-, Schoko- & Karamell-Liköre

Dass Likör gelegentlich schlicht unwiderstehlich sein kann, stellt das Trio aus Kaffee-, Schoko- & Karamell-Likör tagtäglich unter Beweis.

5.4.1. Kaffeelikör

Die Kombination aus weicher Süße und starkem Kaffeearoma macht jeden Kaffeelikör zu einer permanenten Versuchung. Ungeachtet der eher bescheidenen Zutatenliste aus Alkohol, Wasser, Zucker und Kaffeearomen brilliert Kaffeelikör mit einer großen Geschmacksvielfalt: Die Bandbreite reicht von cremig-süß bis aromatisch-herb. Auch der Alkoholgehalt schwankt zwischen 15 bis 40 Volumenprozent. Der mexikanische Kahlua gilt als einer der traditionsreichsten Kaffeeliköre. Er wird aus Arabica-Bohnen und weißem Rum hergestellt. Die Bohnen werden ganz leicht geröstet und gemahlen und im Perkolationsverfahren mit dem Rum vermischt. Perkolation bedeutet soviel wie "Durchseihung". Das meint: Der Alkohol durchfließt die Aromastoffe in einem stetigen Strom.

Extra-Tipp für einen "gehaltvollen" Kaffeelikör: Breaks Kaffeelikör basiert auf London Dry Gin und kalt aufgebrühtem Kaffee. Der Muttermacher kommt auf 30 Volumenprozent Alkohol

5.4.2. Schokoliköre

Schokoliköre begeistern natürlich in erster Linie echte Schokoladenliebhaber. Der Likör mit dunkler beziehungsweise brauner oder weißer Farbe kann pur getrunken werden, macht aber auch in Cocktails und Longdrinks sowie beim Backen und Kochen eine gute Figur. Laut Kakaoverordnung darf sich Schokolade ja nur dann Schokolade nennen, wenn sie mindestens 14 Prozent Kakaopulver enthält. Das ist bei weißer Schokolade nicht der Fall, ansonsten wäre sie nicht weiß. Deshalb muss die helle Verführung immer explizit "weiße Schokolade" genannt werden. Warum das hier steht? Nun, die gleiche Regelung gilt auch für Schokoliköre aus weißer Schokolade.

5.4.3. Karamell-Liköre

Liköre auf Basis des Aromas von gebranntem Zucker werden vorzugsweise mit Wodka oder Rum angesetzt. Karamell-Likör dient vor allem dem puren Genuss, nur sehr sehr selten findet er Verwendung in Cocktails. Eine kleine Ausnahme macht der Butterscotch Original Caramel Liqueur, der sich hervorragend für die Herstellung eines Espresso Martini eignet.

5.5. Eierlikör und Cremelikör

Cremige Liköre wie Eierlikör sind in Deutschland vor allem an Feiertagen wie Ostern und Weihnachten ein Muss bei jeder Art von geselliger (Familien-) Feier.

5.5.1. Eierlikör

Eierlikör besteht - das legt der Name recht eindeutig nahe - aus Eigelb, Zucker und Alkohol. Je nach Hersteller wird der Likör mit exquisiten Zutaten verfeinert. Beispielsweise mit Schwarzwälder Kirschwasser, Gin oder Weinbrand. Der Zusatz Advocaat, Advokat oder Advocat geht auf den eigentlichen Vorläufer des Eierlikörs zurück: Das war ein brasilianischer Likör aus dem Fruchtfleisch der Avocado.

5.5.2. Cremelikör

Cremelikör ist die etwas missverständliche Eindeutschung von zwei unterschiedlichen Likör-Varianten, nämlich des französischen Crème Liqueur und englischen Creamlikör. Wie bitte? Im Detail: Creamlikör bezeichnet einen Sahnelikör von zarter Geschmeidigkeit. Ein Crème Liqueur dagegen ist ein Likör mit recht üppigem Zuckerzusatz. Der Begriff "Crème" bezieht sich hier vor allem auf die dadurch bedingte dickflüssige Konsistenz. Zur Gattung gehören beispielsweise Crème de Cacao, Crème de Cassis und Crème de Menthe. Crème Liqueur eignet sich hervorragend für Mixgetränke und Cocktails.

6. Likör: Häufige Fragen & Antworten

6.1. Pur, auf Eis, im Cocktail: Wie wird Likör getrunken?

Die Frage, wie Likör getrunken wird, lässt sich in dieser Allgemeinheit kaum eindeutig beantworten. Ganz klassisch gilt: Likör wird pur genossen, bevorzugt als Aperitif, also als kleiner Appetitanreger, oder als Digestif nach einem üppigen Essen - wobei dies die traditionelle Domäne der Kräuterliköre ist.

Daneben haben sich aber auch völlig selbstverständlich andere Genuss-Varianten etabliert, die keineswegs "frevelhaft" sind: Dazu gehört die Fresh-up-Methode mit einem Eiswürfel im Glas - der Likör wird dadurch etwas "erfrischender". Aber bitte den Likör niemals im Kühlschrank komplett herunterkühlen, die Kälte behindert die Entfaltung der feinen Aroma-Nuancen und "tötet" bisweilen den charakteristischen Duft.

Likör ist darüber hinaus - wie oben bereits erwähnt - eine Basiszutat für ein ganzes Spektrum von wohlschmeckenden Cocktails und Longdrinks. Auch viele Desserts und Süßspeisen erhalten durch einen passenden Likör erst ihre exquisite Note. Nur ein Beispiel: Könnt ihr euch ein echtes Tiramisu ohne Kaffeelikör vorstellen? Eben.

6.2. Wie wird Likör hergestellt?

Früchte, Kräuter oder Wurzeln werden in neutralem Alkohol eingelegt. Der Alkohol entzieht den eingelegten Zutaten ihre Aromen. Der Geschmack der Früchte oder Kräuter geht also auf den Alkohol über. Man nennt dieses Verfahren "Mazeration". Der aromatisierte Alkohol wird später mit Zucker und Wasser auf das Wunschergebnis gebracht.

6.3. Was ist der Unterschied von Schnaps und Likör?

Schnaps ist ein allgemeiner Begriff für Spirituosen. Spirituosen sind alle alkoholischen Getränke ab 15% Alkohol. Der Unterschied zu Likör ist lediglich der Zuckergehalt: Ab 100 Gramm Zucker pro Liter ist es laut EU-Recht ein Likör.

6.4. Was ist eigentlich Likörwein?

Der Likörwein hat mit einem traditionellen Likör nur insofern etwas gemein, als dass auch er über eine hohe Restsüße verfügt. Das Herstellungs-Prozedere unterscheidet sich jedoch fundamental: Likörwein entsteht, wenn der recht weit fortgeschrittene Gärprozess sehr reifer Weintrauben durch die Zugabe von Alkohol gestoppt wird.

Likörwein ist also kein Likör. Basis für einen Likörwein ist immer ein Traubenmost mit recht hohem Mostgewicht. Der hohe Zuckergehalt treibt den Gärprozess an - bis dieser durch den zugegeben Alkohol beendet wird. Likörweine werden deshalb gelegentlich auch als "aufgespritete" oder "verstärkte" Weine bezeichnet. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 15 bis 22 Prozent. Klassische Vertreter sind Sherry und Port, Madeira und Marsala.

6.5. Wie lange ist Likör haltbar?

Liköre mit einem Alkoholgehalt von 30 Prozent Vol. und mehr sind selbst in geöffnetem Zustand viele Jahre haltbar. Alkohol und Zucker wirken wie natürliche Konservierungsstoffe. Der Likör verdirbt zwar nicht, büßt nach mehren Jahren Lagerung jedoch einen gewissen Teil seiner Komplexität ein.

Ein Likör mit 20 Volumenprozent Alkohol - vorausgesetzt er enthält weder Sahne, Milch noch Eier - ist ebenfalls mehrere Jahre haltbar, sollte jedoch nach dem Öffnen möglichst innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Die geöffnete Flasche immer aufrecht, trocken und vor allem vor Sonnenlicht geschützt aufbewahren.

Obwohl auch ein Creme-Likör kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen muss, so empfiehlt es sich dennoch, diesen nicht länger als maximal zwei Jahre aufzubewahren. Und diese Maßgabe gilt auch für einen Likör, der 20 Volumenprozent Alkohol mitbringt, aber Milch, Sahne oder Eier enthält. Nach Ablauf dieser Frist leidet der Geschmack spürbar. Geöffneter Creme-Likör sollten am besten im Kühlschrank gelagert werden - vor dem Genuss aber bitte unbedingt wieder auf Zimmertemperatur bringen.

Wichtig: Diese Angaben gelten sämtlich für gekauften oder bestellten, also professionell hergestellten, Likör. Eine Haltbarkeits-Garantie für selbstgemachten Likör kann kaum gegeben werden, da bei der DIY-Herstellung zu viele unkalkulierbare Faktoren (Hygiene, Temperatur, Gefäße) mitspielen.

Honest & Rare: Euer Marktplatz für begeisternden Likör-Genuss

"Es gibt ja nur wenige, seltsame angelegte Naturen, die der Neigung für Likör ermangeln." Mit diesem Ausspruch zeigte sich der Journalist und Schriftsteller Edgar Allan Poe schon Mitte des 19. Jahrhundert verblüfft darüber, dass nicht jeder, wirklich jeder, die aromatische Spirituose mit dem gewaltigen, geschmacklichen Spektrum liebte und schätzte. Wir von Honest & Rare verstehen uns als Marktplatz für begeisternden Likör-Genuss. Entdeckt unsere Schätze und euren Favoriten. Es lohnt sich. Versprochen.