Qualität statt Quantität!
9.500 unabhängige Produkte
Kein Mainstream
Hier kein Mainstream
Fermentieren in Honig: Tradition trifft auf moderne Superfoods
Das Wichtigste für dich zusammengefasst:
- Beim Fermentieren in Honig werden verschiedene Zutaten in rohem Honig eingelegt
- Durch enthaltene Mikroorganismen werden die positiven Eigenschaften der Zutaten verstärkt.
- Fermentierter Honig kann das Immunsystem stärken, entzündungshemmend wirken, die Verdauung fördern und antioxidative Eigenschaften besitzen
- Fermentierter Honig kann pur eingenommen oder als Zutat in Dressings, Smoothies oder herzhaften Gerichten verwendet werden
Honig kaufen
Die Fermentation ist ein uraltes Verfahren zur Konservierung und Veredelung von Lebensmitteln, das in den letzten Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Eine nur langsam wieder bekannt werdende Form ist das Fermentieren in Honig – eine Technik, bei der verschiedene Zutaten mit dem süßen Naturprodukt in Wechselwirkung treten. Doch was passiert beim Fermentieren in Honig genau, und welche gesundheitlichen Vorteile kann diese Methode bieten? Wir haben die Antworten für dich – plus zwei leckere Honig-fermentierte Rezepte.
Was bedeutet "in Honig fermentieren"?
Fermentieren in Honig bedeutet, dass Zutaten wie Kräuter, Gewürze oder auch Gemüse in Honig eingelegt werden, sodass sie durch die Aktivität von Mikroorganismen verändert und „reif“ werden. Anders als beim klassischen Fermentieren von Lebensmitteln in Salzlake oder Wasser, ist der Honig hier das Hauptfermentationsmedium. Der Honig bietet dabei nicht nur eine schützende Umgebung vor schädlichen Bakterien, sondern verstärkt auch die natürliche Wirkung der fermentierten Zutaten durch seine eigenen positiven Eigenschaften.
Wo kommt das Fermentieren in Honig her?
Das Fermentieren in Honig hat eine lange Tradition und wird bereits seit Jahrtausenden praktiziert. So finden sich die ersten Spuren auf Met – der ebenfalls mit Honig fermentiert wird – in Keramikgefäßen aus Nordchina, die auf ca. 7000 v. Chr. datiert werden. Heute ist vor allem der Met als Honigferment übrig geblieben, allerdings kennt man in der traditionellen Küche in asiatischen, mediterranen und osteuropäischen Kulturen immer noch einige andere Verwendungsmöglichkeiten.
Honig hat durch seinen hohen Zuckergehalt und seine antibakteriellen Eigenschaften ideale Voraussetzungen für das Fermentieren. Auch die alten Ägypter wussten schon um die Vorteile des Fermentierens in Honig, vor allem für Heilzwecke.

Zutaten in Honig zu fermentieren kann deren gesundheitlichen Vorteile verstärken
Wie funktioniert das Fermentieren in Honig?
Honig selbst enthält zu wenig Wasser, um selbst Fermentationsprozesse zu starten. Durch die Zugabe von Wasser und/oder anderen Zutaten, wird die Mikroflora im Honig aktiviert – und der Fermentationsprozess, bei dem sich die Mikroorganismen vermehren und andere Stoffe zersetzen, gestartet.
Was kann man in Honig fermentieren?
Fast alles, was zu den natürlichen Superfoods zählt, kann in Honig fermentiert werden. Besonders beliebt sind Ingwer, Knoblauch, Zimt, Kräuter wie Thymian oder Rosmarin, aber auch verschiedene Früchte und Beeren. Die Auswahl der Zutaten hängt dabei von den gewünschten Aromen und gesundheitlichen Vorteilen ab.
Wir haben zwei Klassiker für dich ausgewählt, denen zudem besondere Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden.
Rezept 1: Fermentierter Ingwer in Honig

Besonderer Helfer in der Erkältungszeit: In Honig fermentierter Ingwer
Zutaten:
- 100g frischer Ingwer
- 150g roher Honig (idealerweise aus regionaler Produktion)
Zubereitung:
- Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben oder feine Stücke schneiden.
- Einen sauberen Glasbehälter vorbereiten und die Ingwerstücke hineinlegen.
- Den Honig über den Ingwer gießen, sodass die Stücke vollständig bedeckt sind.
- Den Behälter verschließen und an einem warmen, dunklen Ort für etwa 2–3 Wochen fermentieren lassen.
- Ab und zu den Behälter schütteln, um den Honig gleichmäßig zu verteilen.
Sowohl Honig, als auch Ingwer werden gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, die sogar wissenschaftlich belegt sind. So wirkt Ingwer z.B. nachweislich gegen Übelkeit, schmerzlindernd, entzündungshemmend und kann das Immunsystem stärken. Auch Honig wirkt entzündungshemmend, enthält Inhaltsstoffe, die vor freien Radikalen schützen und wirkt sich generell positiv auf das Immunsystem aus. Kombiniert in einem Ferment, kommen die positiven Eigenschaften von Ingwer und Honig zusammen – und werden dank der durch die Fermentation entstehenden Mikroorganismen zusätzlich ergänzt.
Der in Honig fermentierte Ingwer schmeckt nicht nur pur, sondern kann auch prima in Salatdressings, Saucen, Süßspeisen, aber auch frischen Getränken wie Smoothies oder Limonaden verwendet werden.
Rezept 2: Fermentierter Knoblauch in Honig

Gut bei Erkältungen und für deine generelle Gesundheit - in Honig fermentierter Knoblauch
Fermentierter Knoblauch in Honig ist nicht nur lecker, sondern hat genau wie der fermentierte Ingwer gesundheitsfördernde Eigenschaften. So wirken die Inhaltsstoffe im Knoblauch blutdrucksenkend und können so dabei helfen, Thrombosen oder Schlaganfällen vorzubeugen. Auch wirkt Knoblauch antibakteriell und kann sogar dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. In Honig fermentierter Knoblauch kann also nicht nur in der Erkältungszeit helfen, sondern allgemein das Wohlbefinden und die Gesundheit stärken.
Zutaten:
- 10-15 Knoblauchzehen
- 200g roher Honig
Zubereitung:
- Die Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken, damit die Aromen besser in den Honig übergehen.
- Den Knoblauch in ein Glasgefäß geben und mit dem Honig bedecken.
- Das Glas verschließen und für etwa 3–4 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.
- Regelmäßig umrühren oder das Glas leicht schütteln.
Den in Honig fermentierten Knoblauch kannst du nicht nur pur Essen, sondern auch zum Verfeinern von herzhaften Gerichten verwenden.
Was passiert beim Fermentieren mit dem Honig?
Beim Fermentieren mit Honig nehmen die Zutaten die einzigartigen Eigenschaften des Honigs auf. Der Zucker im Honig wird von den Mikroben teilweise abgebaut, was zu einer Umwandlung der Aromen und einer intensiveren Geschmackstiefe führt. Gleichzeitig entstehen neue Enzyme und Nährstoffe, die die fermentierten Zutaten in ihrer Wirkung verstärken. Der Honig selbst bleibt dabei erhalten und zeigt sogar eine verstärkte heilende Wirkung durch die zusätzlichen Fermentationsprozesse.

Nicht nur Knoblauch und Ingwer, auch andere Zutaten können in Honig fermentiert werden.
Gesundheitliche Vorteile des Fermentierens in Honig
Fermentierter Honig hat mehrere gesundheitliche Vorteile, die sowohl aus den Fermentierungsprozessen als auch aus den spezifischen Zutaten resultieren:
- Förderung der Verdauung: Fermentierte Lebensmittel sind reich an probiotischen Bakterien, die das Mikrobiom im Darm positiv beeinflussen und die Verdauung unterstützen.
- Stärkung des Immunsystems: Zutaten wie Ingwer und Knoblauch sind für ihre antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften bekannt und werden beim Fermentieren noch verstärkt.
- Entzündungshemmend: Viele fermentierte Zutaten, darunter Knoblauch und Ingwer, wirken entzündungshemmend und können so helfen, chronische Entzündungen zu lindern.
- Antioxidative Wirkung: Der Fermentierungsprozess kann die antioxidativen Eigenschaften von Zutaten wie Ingwer und Zimt verstärken, die helfen, schädliche freie Radikale zu bekämpfen und die Zellalterung zu verlangsamen.
Fermentierter Honig ist somit nicht nur ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis, sondern auch eine natürliche Unterstützung für die Gesundheit. Durch das Fermentieren werden die Aromen der enthaltenen Zutaten intensiviert, die Nährstoffe besser verfügbar gemacht und die heilenden Eigenschaften der Zutaten verstärkt. Mit einfachen Zutaten lassen sich so zu Hause eine wertvolle Ergänzung für eine bewusste Ernährung oder auch natürliche Helfer in der Erkältungszeit herstellen.
Passende Produkte zum Artikel
Über den Autor:
Honest & Rare Editorial Team
#goteam
Manche Dinge lassen sich nur im Team bewältigen. So wie dieser Artikel hier! Deshalb kennzeichnen wir alle gemeinschaftlich erstellten Beiträge als Redaktionsbeiträge. Cheers!
- Liebt: nerdiges Getränkewissen
- Lieblingsprodukte: Probierpakete! Die kann man gemeinsam genießen
- Empfehlung des Monats: Unsere vielseitigen Essenspakete!
Neueste Artikel
-
18 Jul.Zwischen Whisky, Feinkost und Kaffee: Warum manche Geschenke noch Jahre später in Erinnerung bleiben von Yascha Roshani
-
28 Jun.Vintage-Lampen als Interieur-Trend von Yascha Roshani
-
25 Jun.Hausberg Whisky Single Malt für Sammler und Genießer – das zweite Fass ist da! von Yascha Roshani
-
21 Mär.Tee oder Kaffee? Eine Weltkarte des Heißgetränke-Genusses von Yascha Roshani
-
24 Feb.Kaffeegetränke von A bis Z: Das große Lexikon aller Kaffee-Drinks von Yascha Roshani
-
17 Feb.Alles über Speisesalze: Fleur de Sel, Meersalz, Steinsalz & Co. - Unterschiede, Herkunft & Verwendung von Yascha Roshani
-
07 Jan.Direktsaft trifft Kohlensäure - warum PENG keine Limo sein will von Yascha Roshani
-
27 Aug.Zwischen Nadel & Nase: Tattoos, Drachen und Bananen im Glas von Yascha Roshani
-
03 Jul.Orangendisco auf der Zunge: Die Gründerstory von Satoshi Spirits von Honest & Rare Editorial Team
Erhalte Updates zu unseren neuen Tastings