✔ Gönn dir was Außergewöhnliches!           ✔ 1.900 Getränke aus echten Manufakturen          ✔ Kein Mainstream
✔ Gönn dir was Außergewöhnliches - kurze Pause vom Mainstream!
 

Eierlikör: Alles Wissenswerte um das ideale Ostergetränk

22.03.2021
von Anastasia Hartleib
Eierlikör Titelbild


Ostern ist neben Weihnachten wohl das wichtigste Fest des Jahres. Mal abgesehen von seiner kirchlichen Bedeutung feiern wir an Ostern die Ankunft des Frühlings und das Ende der kalten Jahreszeit – was sich auch in der Kulinarik des Festes widerspiegelt. Grünes am Gründonnerstag, Fisch am Karfreitag, Lamm am Ostersonntag – die Reihenfolge der Speisen kennen wir alle. Aber was trinkt man eigentlich an Ostern? Die Antwort liegt förmlich auf der Hand: Eierlikör!


In unserem Beitrag zum Eierlikör erfährst du alles, was du über das ideale Ostergetränk wissen musst, unser simples, aber dafür richtig gutes Eierlikör-Rezept oder wo du guten fertigen Eierlikör bekommst und welche Getränke sonst noch an Ostern eine Rolle spielen. Starten wir mit nützlichen Fakten.


Wissenswertes über Eierlikör

Seinen Siegeszug um die Welt startete der Eierlikör im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit entwickelte ein Niederländer dessen Nachnamen auch heute noch das Etikett der meistverkauften Eierlikör-Marke ziert, die Rezeptur für das Kultgetränk.


Fun Fact: Auch die warme Variante des Eierlikörs, der Eggnog oder auch Eierpunsch genannt, findet erstmals im 17. Jahrhundert Erwähnung.


Kaum zu glauben: Die cremige Textur der Avocado inspirierte den Eierlikör.
Kaum zu glauben: Die cremige Textur der Avocado inspirierte den Eierlikör.


Auf die Idee für den Eierlikör kam Eugen Verpoorten allerdings nicht allein. Der Vorläufer des Eierlikörs liegt nämlich in einem anderen Getränk, dass eigentlich so gar nichts mit dem Hühnerprodukt zu tun hat. Es waren die Ureinwohner Brasiliens, die den europäischen Seefahrern „Abacate“ zeigten – ein Erfrischungsgetränk, dass aus dem reifen Fruchtfleisch der Avocado hergestellt wird. Die Seefahrer mischten dem Avocado-Drink Rohrzucker und Rum bei und brachten das likörartige Getränk unter dem Namen „Advocaat“ mit nach Europa. Doch Avocados waren damals auf dem europäischen Festland schwer zu kriegen. Also suchte man nach Alternativen, die die cremige Konsistenz der Avocado imitieren konnten – und landete so beim Eierlikör.


Was gehört in den Eierlikör?

Wie der Name schon sagt, besteht Eierlikör zum größten Teil aus Eiern, genauer gesagt Eigelb. Das wird vermischt mit Zucker und Alkohol – und in vielen heimischen Rezepten auch mit Milch, Sahne oder Kondensmilch. Diese Molkereiprodukte haben laut der EU-Lebensmittelverordnung allerdings nichts im (für den Handel produzierten) Eierlikör zu suchen.


Auch heute findet man noch die Bezeichnung Advocaat auf der ein oder anderen Eierlikör-Flasche – und das nicht ohne Grund: Als Advocaat-Eierlikör dürfen nur Erzeugnisse bezeichnet werden, die pro Liter mindestens 140g Eier und 150g Zucker beinhalten und einen Mindestalkoholgehalt von 14 %vol. aufweisen.


Zum Glück sind die Vorgaben für die Eigenproduktion nicht so streng. Doch es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du Eierlikör zu Hause selber machen willst.


Das Rezept zum Eierlikör selber machen

Ob dick und sämig oder eher dünnflüssig, mit starker Alkoholnote oder doch lieber fein-süßlich – wie genau dein Eierlikör letztendlich schmeckt, liegt ganz bei dir. Während ein Eierlikör-Rezept mit Kondensmilch eher für Fans eines dickflüssigen Likörs ist, den man schon fast löffeln kann, sorgt Milch für eine dünnere Textur. Am beliebtesten ist wohl die Variante mit Sahne, die sich zwischen den beiden Extremen ansiedelt.


Auch beim verwendeten Alkohol sind der Fantasie nur wenige Grenzen gesetzt. Wichtig nur: Mindestens 38 %vol. sollte er haben. Ob du dabei auf Rum, Vodka oder Korn zurückgreifst, ist ganz deinem persönlichen Gusto überlassen. Wer es etwas fruchtiger mag, kann auch auf Obstbrände wie Kirschwasser oder Himbeergeist zurückgreifen.


Klassischerweise verwendet man für Eierlikör Weingeist, weil er geschmacksneutral ist und mit mindestens 70 %vol. einen ordentlichen Alkoholgehalt aufweist. Der Neutralalkohol ist allerdings nicht einfach im Spirituosenregal zu finden, in der Regel muss man dafür in die Apotheke oder das Produkt online kaufen. Wer es sich leichter machen will und nichts gegen etwas Eigengeschmack im Eierlikör hat, verwendet eine höherprozentige Spirituose aus der eigenen Hausbar. Wir haben hier unser Lieblingsrezept mit weißem Rum für dich:


Rezept: Eierlikör mit weißem Rum


Das Eierlikör-Rezept mit weißem Rum
Das Eierlikör-Rezept mit weißem Rum


Zutaten:
für ca. 1,5 l

  • 8 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 250 g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 400 ml Sahne


Zubereitung:

  1. Eier trennen. Eigelbe mit dem Vanillemark und Puderzucker schaumig schlagen.
  1. Sahne hinzugeben und über einem nicht zu heißen Wasserbad rund fünf Minuten rühren. Achtung: Die Mischung darf nicht zu heiß werden, sonst flockt das Ei.
  1. Ei-Mischung vom Herd nehmen und weißen Rum unterrühren. Abschmecken & in Flaschen abfüllen.


Fertig ist der selbstgemachte Eierlikör! Übrigens kannst du Eierlikör auch ohne Alkohol genießen! Für den alkoholfreien Eierlikör verwendest du statt dem Rum entweder die gleiche Menge einer alkoholfreien Rum-Alternative wie diesen Lyre’s Spiced Cane Spirit oder einfach Fruchtsaft! Dadurch wird der Likör zwar etwas flüssiger und fruchtiger, verliert aber nicht seinen cremigen Charakter.


Nützliche Tipps rund um den Eierlikör


Hier erhältst du nützliche Tipps rund um den Eierlikör
Hier erhältst du nützliche Tipps rund um den Eierlikör


Warum eigentlich erhitzen?

Da in rohen Eiern die fiesen und gar nicht mal so ungefährlichen Salmonellen-Bakterien auftreten können, ist es wichtig, die Eier keimfrei zu bekommen. Das machst du einerseits mit dem Erhitzen über dem Wasserbad, was Keime sicher abtötet.


Es gibt aber auch noch eine andere Methode, in der du dir die keimtötende Wirkung von Alkohol zunutze machst: Vermenge zuerst die Eier mit dem Alkohol und lagere das Gemisch einige Tage bei Zimmertemperatur, bevor du es zu Eierlikör weiterverarbeitest.


Egal welche Methode du hernimmst: Die Eier sollten so frisch wie möglich sein. So vermeidest du unangenehme Aromen.


Wenn dein Eierlikör nicht so wird, wie du ihn dir vorgestellt hast

Wer kennt es nicht, die Rezepte klingen total einfach und irgendwie hat man trotzdem was falsch gemacht und das Endprodukt ist alles andere als vorzeigbar. Nicht mit uns! Hier bekommst du ein paar Tipps für häufige Probleme beim Eierlikör selber machen:


  • Dein Eierlikör ist zu flüssig: Mehr Sahne! Solltest du mehr als nur einen Schluck Sahne benötigen, weil dein Eierlikör eher an Wasser als an flüssiges Gold erinnert, füge ruhig auch mehr Eigelb hinzu.
  • Dein Eierlikör schmeckt zu stark nach Alkohol: Auch hier hilft: Mehr Sahne und mehr Eigelb. Denke aber daran, auch das nachträglich hinzugefügte Ei nochmal über dem Wasserbad zu erhitzen.
  • Deine Ei-Mischung ist flockig: Hier liegt das Problem wohl in der zu schnellen und/oder zu starken Erhitzung der Eier. Achte immer darauf, die Eier vorher auf Zimmertemperatur zu bekommen. Sollte deine Mischung flocken, nimm sie sofort vom Wasserbad und rühre weiter. Zum Schluss gießt du die Mischung durch ein Sieb. Probiere vorsichtshalber nochmal, ob du die Mischung rechtzeitig vom Herd genommen hast: Wenn du Pech hast, schmeckt dein Eierlikör eher nach Rührei als nach süßlichem Dessert.
  • Dein Eierlikör ist zu dick: Gerade nach ein paar Tagen im Kühlschrank verdickt sich die Flüssigkeit gerne und ist dann gar nicht mehr so einfach aus der Flasche zu bekommen. Hier hilft: Kräftig schütteln! Sollte auch das noch nicht den gewünschten Effekt bringen, hilf vorsichtig mit wenigen Schlucken Milch und Alkohol nach.


Wie lange ist der selbstgemachte Eierlikör haltbar?

  • Ungeöffnet: ca. 3-4 Wochen
  • Offene Flasche: Im Kühlschrank lagern & Innerhalb weniger Tage aufbrauchen

Generell solltest du darauf achten, den Eierlikör kühl und dunkel zu lagern.


Was tun mit dem übrigen Eiweiß?

Da du für den Likör jeweils nur das Eigelb verwendest, bleibt ziemlich viel Eiweiß übrig. Das musst du allerdings nicht wegwerfen!

Unser Tipp: Meringue! Die auch als Baiser bekannten Süßheiten bestehen quasi nur aus Eiweiß und Zucker. Hier findest du ein tolles Grundrezept für Meringues. Die kleinen süßen Küsschen schmecken übrigens auch hervorragend in Eierlikör getunkt. Achtung: Süß!


Aus dem übrigen Eiweiß kannst du hervorragend Meringue machen (auch Baiser genannt)!
Aus dem übrigen Eiweiß kannst du hervorragend Meringue machen (auch Baiser genannt)!


Wie genießt man Eierlikör richtig?

Die optimale Trinktemperatur des Eierlikörs liegt zwischen 10 und 12°C. Der Likör schmeckt aber auch frisch und noch warm vorzüglich. Ob du deinen Eierlikör pur trinkst oder deine Kuchen und Desserts damit verfeinerst, liegt ganz bei dir.


Eierlikör kaufen

Du hast keine Lust den Eierlikör selbst zu machen, möchtest aber auch nicht auf die Mainstream-Produkte aus dem Supermarkt-Regal greifen? Kein Problem! Hier findest du richtig guten Eierlikör, der in kleinen Manufakturen in Handarbeit und mit richtig guten Zutaten hergestellt werden:



Weitere passende Ostergetränke


Zu den österlichen Gerichten passt vor allem ein Getränk: Wein!
Zu den österlichen Gerichten passt vor allem ein Getränk: Wein!


Auch wenn Eierlikör hervorragend zum österlichen Hefegebäck passt, eignet er sich doch maximal als Magenabschluss nach den Oster-Festessen. Deswegen bekommst du hier noch ein paar Getränke-Empfehlungen, die zu den traditionellen Oster-Gerichten passen:



Hier gelangst du übrigens zu unserem kompletten Wein-Sortiment. Wir wünschen dir frohe Ostern!

 

Über den Autor:

Anastasia Hartleib

Anastasia Hartleib

Werkstudentin

Xing URL

Für mich geht nichts über das Entdecken kleiner Manufakturen. Ob das der Micro Craft Brauer aus Bayern oder die sächsiche Brennerei ist, die es bereits seit Jahrzehnten gibt - hauptsache klein, regional verwurzelt und mit Sinn für's Handwerk!

  • Liebt: frische Luft, ihren Hund & Vinyl
  • Lieblingsgetränke: wechseln mit so ziemlich jedem Glas...
  • Empfehlung des Monats: Alkoholfreie Biere aus dem Brauhaus Nittenau

Bitte bestätige deine Anmeldung noch eben - du hast eine Bestätigungsmail von uns. Klicke darin auf den Link. Danach bekommst du deinen Rabattgutschein.

Damit unsere Webseite optimal laufen kann, verwenden auch wir Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite bestätigst du außerdem deine Volljährigkeit. OK